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By Jörg Röber
Rumänien
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Mit dem Motorrad zu Besuch bei Dracula Vorwort: Diese Reise berichtet über eine Momentaufnahme in Rumänien, wie ich sie erfahren habe.Zunächst möchte ich mich bei meiner Frau und meinem Sohn bedanken für das entgegengebrachte Verständnis eine solche Reise ohne sie zu machen. Ich verspreche die nächste Reise wird wieder mit Euch sein. Rumänien,.... immer wieder wurde ich vor der Reise gefragt ob mich der Hafer gestochen hat, Rumänien sei doch nun wirklich das letzte wohin man fahren sollte und dann auch noch mit dem Motorrad. Man komme sicher ohne Motorrad oder noch viel schlimmer ohne sein Leben wieder nachhause. Die Kriminalität ist doch unglaublich hoch und bei Aktenzeichen XY wäre doch wohl nur noch von Rumänen und Albanern die Rede. Ich sei doch wohl völlig bekloppt. Nach diesen Argumenten dürfte gar keiner mehr nach Rumänien fahren. Wenn man nachfragte ob den derjenige schon mal da war, bekam ich fast immer die Antwort " Nein, aber..." oder " Ja, Natürlich war ich schon da, sonst könne man ja nicht mitreden, allerdings sei das schon ca. 30 Jahre her!" Also eine verlässliche Aussage zu einem Land hört sich anders an. Aber genau das machte ja den Reiz aus, aber dazu später mehr. Tja, die Frage stellt sich nun, wo fängt man an eine solche Geschichte zu erzählen? Nach langem Überlegen kam ich zu dem Entschluss beim Anfang zu beginnen. 1: Der Anfang Durch meinen Beruf im Außendienst besuchte ich im Sommer 2012 einige Mitarbeiter der Kommune in der ich wohne. Wir kennen uns schon länger und sind bereits kleinere Motorradtouren zusammen gefahren. Die längste Tour die wir alle zusammen gefahren sind, war aber eben eine Tour in den Harz und diese ging von Freitag bis Sonntag.  Bei einer längeren Tour von ca. 16 Tagen muss man sich die Teilnehmer schon genau aussuchen. Also ging es erst einmal darum herauszufinden ob die Kollegen überhaupt schon etwas für 2013 im Köcher hatten. Auf meine Frage " Was plant ihr den für das nächste Jahr? Oder wollt ihr überhaupt eine Motorradtour machen?"Johan antwortete "Ich würde wohl gern nach Marokko aber eingemeißelt ist das noch nicht. Was schwebt dir denn so vor?" Nach kurzem Überlegen sagte ich, ich könne mir Vorstellen nach Rumänien zu fahren. Nun geschah etwas seltsames. Bei dem Wort Rumänien schaute Bert aus seinem Büro und sagte " Rumänien? Da komme ich mit, wann  soll es losgehen?"Nun aber mal langsam, Johan möchte nach Marokko und ich will kein Quertreiber zwischen Euch sein. Schließlich seid ihr Kollegen und habt ja auch schone Dolomitentour zusammen gemacht. Rumänien kann ich mir vorstellen aber ob wir zusammen fahren, müssen wir erst klären.Johan erwähnte nun das seine Oma aus der Gegend vom Donaudelta komme und das er sich wohl auch vorstellen könne Rumänien zu besuchen. Aber wie lange soll den eine solche Tour dauern? Anfänglich war ich der Meinung das eine solche Tour 3 Wochen gehen sollte. "3 Wochen bekomme ich bei meiner Regierung nicht durch, mit 14 Tagen kann ich leben" meinte Johan. "Hallo, ist das alles schon klar? oder sollten wir mal darüber reden wir Ihr Euch eine solche Tour vorstellt. Kilometerfressen oder auch ein bisschen Kultur genießen? Und fragen wir noch einen 4ten Fahrer? Was kostet das  überhaupt? Wann? usw...... Also entfachte ein kurzes aber intensives Gespräch. Um nicht das ganze Gespräch wiedergeben zu müssen und ich Gefahr laufe ein sehr langweiligen Bericht zu schreiben, verkürze ich das ganze auf das Ergebnis. Also das ganze sollte nicht länger dauern als 14Tage, ich konnte aber noch die Anfahrtstage herausholen so dass wir bei dieser Reise von 14Tagen Netto in Rumänien ausgehen konnten. Anreise wäre schön von Hamburg nach Österreich mit dem Autozug und von da weiter Richtung Rumänien. Die Tagesetappen sollten dann nicht länger als 180 bis max. 250km sein. Da bleibt noch genug Zeit für Kaffee, Fotos und schöne Aussichten. Der Zeitraum sollte nach den rumänischen Ferien liegen, dann sind wohl alle Hotels wieder einigermaßen frei und es gibt keine Probleme mit den Zimmerbuchungen. Beim Hotel sollte darauf geachtet werden das die Motorräder sicher untergebracht sind. Etliche Dinge sind noch weiter zu beachten, Ersatzteile, Werkzeug und viele weitere Punkte, dazu später mehr. So, also nachdem wir also so ungefähr die groben Ziele abgesteckt hatten, solle sich doch jeder Gedanken machen. Da in Rumänien alle Zimmer als Doppelzimmer angeboten werden, egal ob die Belegung mit einer oder zwei Personen ist, sollte noch ein vierter Mann dazu. Doch wer? Da Johan und Bert ja zusammen arbeiteten und auch schon zusammen gefahren sind, war klar das diese beiden sich schon mal gefunden hatten. Also entweder Einzelzimmer oder einen vierten Mann. Spontan fiel mir Bernd ein, wenn Bernd Lust hat und er Ja sagen würde, wäre er der richtige. Kurzum, Bernd sagte Ja. Also fing ich mal an zu Planen. Autozug .... ein Jahr vorher zu Planen ist schier unmöglich, es gibt keine buchbaren Termine. Die deutsche Bahn hat aber doch eine Homepage auf der man schon mal einen ca. Preis herausbekommt. Mit der deutschen Bahn kommt man von Hamburg nach Insbruck. Was sollen wir denn in Insbruck?...wir wollen doch nach Rumänien. Der Preis der Deutschen Bahn war zudem auch noch utopisch. Also was tun? Beim Surfen bekam einen Tipp durch einen anderen Biker auf die österreichische Bundesbahn ÖBB.Hier fährt man täglich von Hamburg nach Wien - Wien wäre ja Superspitzenmässig - und das auch noch zu einem wirklich günstigen Preis 320,00 €uronen hin und zurück im Liegewagen inkl. Motorrad. Besser geht nicht. Buchen geht aber erst 6 Monate vor Reisebeginn. Nun die Routenplanung. Erst einmal bei Google "Sehenswürdigkeiten Rumänien" eingegeben. Siehe da, die ersten Ziele lagen schon fest. Nachdem die Ziele fest lagen habe ich mit Garmin MapSource und Basecamp die Route geplant. Da ich schon einige Routen geplant hatte, ging mir dies einigermaßen von der Hand. Aber trotzdem war ich wochenlang damit beschäftigt. Alles heraussuchen, Sehenswürdigkeiten mit GPS Daten, Hotels in der Nähe die in Frage kommen könnten, was gibt es besonderes in den Städten usw.. Nachdem der erste Entwurf stand, teilte ich es den anderen mit. Die Route war sofort genehmigt, ich denke das alle anderen auch keine Lust hatten den ganzen Schei... zu machen. Aber es macht mir eben Spaß und ich mache es gern. Ein Manko gab es. Ich wollte unbedingt von Wien bis Rumänien an einem Tag fahren, schließlich heißt das Ziel Romania und nicht Ungarn. Das hieß ich musste allen klar machen das der erste Tag 620km heißt und davon gut 500km Autobahn sind. OK, ist nicht schön aber so soll es sein. Alle machten mit. Erster Anlaufpunkt wurde Satu Mare. Satu Mare liegt direkt hinter der Grenze Ungarn-Rumänien und im Norden von Romania und war daher ein idealer erster Reisepunkt. Da wir an diesem Tag bereits ca. 620km gefahren sein sollten, wollte ich unbedingt ein Hotel vorher buchen um nicht noch lange suchen zu müssen. Dies stellte sich einfacher heraus wie gedacht. Hotel bei Goggle Maps heraussuchen und im Netz über das Hotel Infos suchen. Anfrage über E-Mail und fertig war die Buchung. Als erstes Hotel fiel die Wahl auf das wunderschöne Hotel Poesis in Satu Mare. Die Motorräder konnten wir durch einen Gang in den Hinterhof schieben, wo diese sicher untergebracht waren. Und nun das beste, der Preis. Das Hotel verlangte für die Übernachtung inkl. Frühstück 240 RON also Rumänische Lei. Das entspricht etwa 55,00 Euro. Man muss aber eben auch wissen das alle Zimmer in Rumänien immer als Doppelzimmer abgerechnet werden, d.h. wir waren mit 2 Leuten auf einem Zimmer und haben jeder eben 27,50 Euro bezahlt. Das Hotel habe ich natürlich gebucht und wir hatten für unsere erste Nacht in Rumänien nach einer weiten Anfahrt eine Bleibe. Im Internet wurde ich auf die Wassertalbahn aufmerksam. Diese Bahn ist eine alte dampfbetriebene Schmalspurbahn die noch heute ihren Dienst tut. Hier wird aus dem Wassertal an der Grenze zu Moldavien die Holzwirtschaft betrieben und die Bahn dient dem Transport. Ein Zug aber steht auf dem  Gelände einer Holzverarbeitung. Dieser Zug dient als Hotel und die Abteile wurden für den Hotelbertrieb hergerichtet. Diese Art und Weise der Übernachtung fand ich so interessant das dies die zweite und letzte fest gebuchte Übernachtung der Reise sein sollte. Zum Hotelzug später mehr. Soweit gut. Aber das war doch noch was, was vorher schon erledigt werden konnte. Klar die Mautgebühren in Österreich, Ungarn und in Rumänien. Also wurde recherchiert ob man diese Maut im vorherein bezahlen konnte. Man konnte die wie folgt: Die Österreicher machen es sehr leicht, Vignette beim ADAC für den Zeitraum der Reise bestellt, geliefert, fertig. " 2 Monate Maut auf österreichs Autobahnen kosten 11,70 Euro fürs Motorrad. Die Ungarn machen das vorher bezahlen etwas komplizierter. Alles muss online erfolgen und jedes Motorrad einzeln erfasst werden. Alles ein wenig ungewohnt aber mit etwas Übung klappte auch das hervorragend. Die Rumänen haben für Motorräder gar keine Maut, was die Sache recht einfach macht. Die Rumänen haben aber auch fast keine Autobahn, also wofür soll eine Maut da auch gut sein? Noch einige Telefonate untereinander geführt und einige Mails verschickt die mit nützlichen Tipps, wie Packlisten und wichtigen hinweisen zu den Unterlagen, gefüllt waren. So, die Hotels und die Maut war gebucht, die Route stand fest, alles andere war geklärt, es konnte losgehen. Alle fieberten nun dem Anfang der Reise entgegen. 2: Tag 1 --- Der Tourstart Freitag der 6. September - Tourstart Um 12:00 Uhr ist Treffen bei mir Zuhause und dann wollen wir gemeinsam nach Hamburg zum Autoreisezug fahren. Von mir sind es ca. 180km nach Hamburg. Anhand der Uhrzeit kann man wohl deutlich erkennen das wir es nicht mehr aushalten und jetzt wirklich los wollen. Also, pünktlich treffen wir uns alle bei mir, alle sind da und es herrscht ein Bilderbuchwetter. Sonne satt, trocken und alle gut gelaunt. Die Motorräder sind alle vorher noch mal gecheckt worden und laufen prima (dachten wir). Alle haben vollgetankt und man hatte den Eindruck das auch die Maschinen es kaum erwarten konnten die Fahrt ins ungewisse endlich beginnen zu dürfen. Zeit hatten wir ja genug, Abfahrt in Hamburg sollte um 20:20 Uhr sein.  Ja, für 180km hatten wir nun ca. 8 Stunden, einige schaffen das vieleicht zu Fuss, aber wer weiß was unterwegs so passiert. Der Rest wurde verstaut, Schlafsäcke und Zelte die wir vorsorglich mitnehmen wollen, passten prima ins Boot von Bernd K.'s Gespann. Ansonsten hätten wir wohl darauf verzichtet. Bernd war aber froh das es ein bisschen Gewicht im Boot hat. Bei soviel Zeit haben wir natürlich beschlossen nicht über die Autobahn zu fahren, sondern eine schöne Tour nach Hamburg zu befahren. Wir fuhren also los. Durch die Wesermarsch, durch den Wesertunnel in Richtung Elbe. Ja, Motorrad fahren geht anspruchsvoller, aber hier im Norden ist das etwas schwierig. Dennoch sind die Strecken wunderschön. Am Lüheanleger einem Motorradtreffpunkt direkt an der Elbe nahe Stade, war die erste Rast. Wir waren jetzt unterwegs. Ein Jahr Planung und Vorfreude waren vorbei. Wir waren jetzt angekommen und die ersten Kilometer waren hinter uns. Die erste Pause dieser Tour. Natürlich begreift man das nicht in diesem Moment, das alles kommt später, viel später. Wir genossen das Wetter und schmackofatzten eine Kleinigkeit. Füllten unseren Wasserhaushalt wieder auf und fuhren nach ca. einer 3/4 Stunde weiter in Richtung Hamburg. Auf ging es und wie das so ist, wir mussten durch den Elbtunnel. Was ist eigentlich immer am Elbtunnel? Ja, Stau! Wir hatten Zeit und es war warm und trocken, also egal, machen wir uns keinen Stress. Plötzlich bekam Bert Schwierigkeiten mit seiner betagten Guzzi. Auf Nachfrage meinte er die Kupplung sei nicht OK. Also erst einmal rechts ran und Dumm geschaut. Die Kupplung ging unglaublich schwer und Bert hatte echt mühe diese überhaupt ziehen zu können. Überlegungen was den eigentlich passiert war, liefen alle ins Leere. Keiner konnte sich wirklich erklären woran das liegen sollte. Bert beschloss es weiter zu versuchen. Wir fuhren also mit Warnblinker auf dem Standstreifen am Stau rechts vorbei, fädelten uns kurz vor dem Elbtunnel wieder ein und kamen so recht früh am Eincheckterminal des Autoreisezuges in Hamburg an. Bert legte gleich los und schraubte das erste mal an seiner Guzzi herum. Das sollte nicht das letzte mal sein. Der Kupplungszug wurde nachgespannt und alles ging immer noch sehr schwerfällig. Eine gute Lösung sah anders aus. Na ja, wir mussten noch ein wenig einkaufen, also besorgten wir ein 5 Liter Fässchen Bier für die Reise, etwas Wurst und was zu knabbern. Nach und nach tauchten einige weitere Biker auf und man kam ins Gespräch. Bert’s Guzzi wurde natürlich immer sehr genau begutachtet. Schon ein tolles Teil und ein Gespann findet man eben auch nicht alle Tage. Es kam auch noch ein junges Pärchen auf einer F800 GS daher die auch nach Wien wollten. Dabei stellte sich heraus das die beiden auf dem Weg nach Georgien waren. Für die Reise haben sie sich 4 Wochen Zeit genommen. Im Zug hatten wir ein 6er Abteil für uns. Nachdem die Motorräder verladen waren ging es zum gemütlichen Teil über. Ein bisschen was Essen und ein Becher Bier gaben und die nötige Bettschwere um einen gesunden Schlaf zu beginnen. 3: Tag 2 --- Wien - Satu Mare Samstag der 7. September Nach einer lauten, durchgerüttelten und mit wenig Schlaf gesegneten Nacht, kamen wir in Wien an. Eine Reise im Zug ist nicht wirklich erholsam, aber man überbrückt "schlafend" eine größere Strecke. Es gab ein Autozug Frühstück bestehend aus einem Becher Kaffee oder Tee, Brötchen und Marmelade. Kein First Claas Frühstück, aber unbedingt ausreichend. Es hat es gar nicht mal schlecht geschmeckt. Die Motorradklamotten hatten wir am Abend alle ins Boot geschmissen. So kamen wir also erst an unsere Sachen wenn wir die Motorräder abgeladen hatten. Der Zug lief also in Wien ein und wir packten unsere Sachen, stiegen aus und warteten auf den Wagon auf dem unsere Motorräder verladen waren. Nach kurzer Zeit könnten wir die Maschinen vom Trailer fahren. Wir zogen uns auf dem Bahnsteig die Motorradklamotten an und verpackten alles wieder sicher am Moped. Navi raus und ab dafür. Wien – wunderschöne Stadt gesegnet mit Einbahnstraßen. Als wir endlich aus dem Strassenstrickmuster Wien’s herausfuhren ging es auf die Autobahn in Richtung Ungarn.Es lagen rund 500 km Autobahn und ca. 100 km Landstrasse vor uns. Die Grenze Österreich – Ungarn ist nach ca. 70 km erreicht. Übergang ohne Probleme. Also weiter in Richtung Rumänien.Nach weiteren knapp 100 km die erste Rast auf einer Autobahnraststätte irgendwo in Ungarn. Geradeaus – nur flaches Land,  nach hinten – nur flaches Land, nach links und rechts – nur flaches Land. Landschaftlich hat diese Region der Autobahn in Ungarn leider nichts, aber auch gar nichts zu bieten. Einfach nur langweilig und einschläfernd. Es mag Menschen geben die auch dieser Region etwas abgewinnen, wir taten es nicht. Dennoch passierte gerade auf dieser Raststätte etwas womit keiner von uns gerechnet hatte. Nach einer kurzen Verweilzeit an der Tanke fuhr ein ungarischer Wagen auf den Platz vor der Tankstelle. Es stieg ein frischvermähltes Paar mit 2 Begleitpersonen aus. Als sie unsere Motorräder sahen, fragte der Bräutigam sofort ob sich die Braut wohl mal auf ein Bike setzen könne um Fotos zu machen. Natürlich durfte sie und ist somit gleichzeitig auch noch Motiv in diesem Bericht geworden. Nachdem die Fotosession beendet war, ging es weiter. Die Fahrt bis zur Rumänischen Grenze verlief ohne Zwischenfälle und es gibt nicht weiter zu berichten. Nachdem wir die Grenze auch problemlos passiert hatten ging es auf Landstrassen weiter in Richtung Satu-Mare, unserem ersten Stopp in Rumänien. Dieses Hotel hatte ich bereits im Internet vorgebucht und geklärt das wir unsere Motorräder im Hof abstellen konnten. Wir fuhren also weiter in Richtung Satu-Mare und stellten nicht unerwartet fest, das es in Romania anders war. Die Strassen waren in einem, sagen wir mal, nicht optimalen Zustand aber durchaus befahrbar. Das ein oder andere mal sahen wir Pferdefuhrwerke die uns auf der Reise noch öfter begegnen sollten. Fußgängerwege gab es kaum bis gar nicht und wen doch, waren diese in einem desulatem Zustand. So wie die Menschen reagierten, fuhren hier nur selten Motorräder. Wir fuhren in die Stadt Satu-Mare ein. Satu-Mare ist eine Stadt im Nord-Westen von Rumänien und es gibt ansatzweise Industrie. Bevor wir am Hotel ankamen wollten wir noch schnell Geld holen. Am Geldautomaten einer großen Bankkette ging das problemlos. Man sollte in Rumänien immer Geld am Bankautomaten holen. Der Kurs ist wirklich gut und man weiß ja nicht ob man an anderer Stelle übers Ohr gehauen wird. Allerdings haben wir uns immer für Namhafte Banken entschieden, man weiß ja nie. Erstaunlicherweise scheint es in Rumänien mehr Geldautomaten wie Einwohner zu geben.Anhand der ersten Eindrücke der Stadt waren wir etwas verwundert als wir am Hotel ankamen. Die Bilder im Internet sahen doch deutlich besser aus als das was wir als ersten Eindruck  wahrgenommen hatten. Hinter dieser Fassade sollten wir nun schlafen? Naja, erst einmal drinnen schauen und gucken. 2 von uns gingen durch den Eingang und direkt dahinter tat sich ein mit Mosaik besetzter Eingangsbereich auf, der alles andere als einen schäbigen Eindruck machte. Also los zur Rezeption und gefragt ob die Zimmer ordnungsgemäß gebucht waren. Das waren sie. Das Zimmer für umgerechnet 55 Euro belegt mit 2 Leuten  (das ist in Rumänien üblich – man bezahlt immer ein DZ, egal ob mit einer oder zwei Personen belegt) inkl. Frühstück. Mit 27,50 Euro also ein absolut günstiger Preis pro Person. Im weiteren Verlauf der Reise stellen wir fest dass dies eines der teuersten Hotels war. Aber wohin mit den Motorrädern? „No Problem“ meinte man und öffnete das Tor im Eingangsbereich welches wir zuvor passiert hatten. Wir fuhren also mit den Bikes durch den mit Mosaikbesetzten Gang in den Hinterhof. Besser ging es nicht.    Nachdem wir nun die Motorräder verstaut hatten und unsere Zimmer bezogen hatten, war es noch zu früh um zum verdienten Abendessen über zu gehen. Also noch einen Gang durch die Gemeinde. Ja, Rumänien ist etwas anders als hier bei uns Zuhause. In Deutschland wird Sicherheit im Elektrobereich groß geschrieben. Hier sieht das etwas anders aus. Wir liefen etwas im Ort herum und schauten uns um, was uns so in Rumänien erwarten könnte. Nach einiger Zeit ging es wieder zurück zum Hotel. Dies hatte nämlich auch ein Restaurant und das wollten wir nach der längeren Anreise nutzen um anschließend ins Bett fallen zu können. Zum Essen in Rumänien kann man grundsätzlich sagen das es meist sehr lecker schmeckt. Was für eine Aussage? Meist sehr lecker! Ja, es gibt Dinge die man nicht kennt und die Zubereitung von den Dingen die man kennt, ist teilweise anders als in Deutschland, aber das ist doch überall so. Wer also nicht auf sein Wiener Schnitzel und auf seinen rheinischen Sauerbraten verzichten will, der soll besser in Deutschland bleiben. Doch das trifft für das gesamte Ausland zu. Wer sich also einlässt neues zu entdecken und kulinarisch experimentierfreudig ist, kann auch in Rumänien sehr lecker essen. Oft gibt es gegrilltes (zumindest bei uns auf der Reise) was uns sehr entgegen kam oder eben auch Fisch – doch dazu später mehr. In dem Hoteleigenen Restaurant aber war alles super lecker und für unsere Verhältnisse sehr günstig.Dazu gab es ein leckeres Bier und das als Absacker das rumänische Gebräu „Palinca“. Palinca ist meist ein selbstgebrauter Schnaps, man bekommt ihn aber auch im Supermarkt ganz offiziell zu kaufen. „Palinca“ ist ein Obstbrand der aus fermentierten Früchten gebrannt wird. In Rumänien wird dieser zweimal gebrannt und hat eine Alkoholkonzentration von 50 -60%. In Rumänien wird er überwiegend von der ungarisch abstammenden Bevölkerung gebrannt. Er soll unter anderem auch „Horinka“ genannt werden. Diese Bezeichnung soll aber in nur in der Maramures Gegend gelten. Bei „Horinka“ und „Palinca“ handelt es sich aber um das gleiche Gebräu. Ein weiterer Name lautet Zuika, der aber nur einmal gebrant wird und mit ca. 30 – 35% Alkoholkonzentration wohl deutlich milder sein soll. Da wir natürlich von der Sorte ganz harte Kerle sind, haben wir nur die harte Spirituose zu uns genommen.    „Palinca“ ist also ein scharfer Schnaps der gut bei der Verdauung hilft. Nicht mehr und nicht weniger. Ob „Palinca“ lecker ist? Für meine Begriffe gibt es leckeres, aber das ist ja wie immer Geschmackssache. Fortsetzung folgt
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